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04Jul

DOW Kraftwerkspläne schädlich

Am 25.6.15 hieß es im Tageblatt-Artikel “DOW sucht nach einem Kraftwerkspartner”, die DOW-Kraftwerkspläne seien zukunftsweisend. Das Gegenteil ist der Fall:

DOW Stade benötigt eine elektrische Leistung von 600 MW. 160 MW leistet das kürzlich in Betrieb genommene Gaskraftwerk. Bleibt ein Restbedarf von 440 MW. Den möchte DOW durch ein eigenes Kohlekraftwerk decken. Wegen der durch das Gaskraftwerk insgesamt besseren Energiebilanz und weil es besser klingt verkauft DOW diese 2 als 1 „kombiniertes“ Kraftwerk und nennt es „integriertes Energiekonzept“.(1)

Die 440 MW elektrische Leistung könnte DOW vom neuen Moorburger Kohlekraftwerk, beziehen, das mit ca. 1.650 MW doppelt so groß ausgelegt ist, wie benötigt, weil es ursprünglich den Hamburger Westen mit Fernwärme versorgen sollte. Aber DOW plant ein eigenes mit einer elektrischen Leistung von 840 MW.

Das DOW-Kohlekraftwerk ist überflüssig, was die elektrische Leistung, die Grundlastsicherung und den Stand der Kraftwerkstechnik angeht und fast doppelt so groß, wie erforderlich. Der geplante Klimaschädling würde jährlich unnötige ca. 5 Millionen Tonnen CO2, giftige Feinstäube und Schwermetalle ausstoßen und dadurch 75 vorzeitige Tode verursachen (2).

Quellen:
(1) DOW-Broschüre PDF 2,5 MB: http://storage.dow.com.edgesuite.net/dow.com/deutschland/unternehmen/19379_PSP_Energie_V17b.pdf
(2) Im Vortrag zur unten verlinkten HEAL-Studie auf der Greenpeace-Veranstaltung im Stadeum am 19. Mai 2014 sagte Frau Huscher, HEAL, dass die Emissionen des geplanten DOW-Kohlekraftwerks jährlich 75 vorzeitige Sterbefälle und 16.880 Krankheitsstage verursachen würden.
“Todesursache Kohlekraft”: http://www.eu-koordination.de/umweltnews/news/emissionen/2071-heal-studie-todesursache-kohlekraft
HEAL-Studie “Was Kohlestrom wirklich kostet” PDF 6,9 MB: http://www.env-health.org/IMG/pdf/heal_coal_report_de.pdf

29Jun

Da kaufe ich ein – aus der Region für die Region

Es kann nicht immer BIO sein. Dazu gibt es einfach (noch) zu wenig BIO-Bauern bei uns.

Wie Bio ist Großbetriebs-BIO überhaupt? Und Bio-Produkte aus dem fernen Ausland? Klar, den Anforderungen des Siegels genügen diese Produkte sicher aber…

Ich möchte kleine und mittlere Familienbetriebe hier bei uns unterstützen, auch wenn sie das Bio-Label (vielleicht noch) nicht führen dürfen. Möglichst in der Region sollen sie wirtschaften. Mit Herzblut dabei sein.

Wenn ich Fleisch kaufe, dann soll das Tier viel draußen gewesen sein. Weidemilch ist für mich eine Lebensqualitätsmerkmal. Welchen Sinn macht es, in großem Stil Futtermittel nach Deutschland zu importieren (6,5 Millionen Tonnen Soja) um von hier aus Fleisch und 46% (!) der in Deutschland produzierten Milch zu exportieren?

Ich wünsche mir eine Kennzeichnung für Fleisch und Milch, ähnlich wie bei den Eiern. Damit wir Kunden leichter wählen können, ohne den Betrieb kennen zu müssen.

Unter anderem hier habe ich ein gutes Gefühl: (Die Liste lebt!)

  • Biohof Meibohm, 21702 Ahrenswohlde
    www.biohof-meibohm.de
    selbstgebackenes Brot aus selbstangebautem Getreide, Hofladen, Veranstaltungsraum
  • Bahde bei EDEKA Meibohm, 21698 Harsefeld
    www.bahde.de
    Demeter Brot
  • Gärtnerei Kronacker, 27729 Vollersode-Wallhöfen, Lieferservice
    www.gaertnerei-kronacker.de
    Bio-Obst- und -Gemüsekiste, sonstige Bio-Produkte
  • Johann Kögl, 21698 Harsefeld
    Obst-, Gemüse und Blumen
  • beim Bauern nebenan
    Eier, wenn ich dessen Hühner draußen laufen sehe
    Kartoffeln
  • Jithof, 21698 Harsefeld
    www.jithofer-kaeserei.de
    Käse selbstgemacht aus eigener Kuh- und Ziegenmilch
  • Cuxland Pur, 21745 Hemmor und auf vielen Wochenmärkten
    www.cuxland-pur.de
    Bio-Fleisch- und -Wurstwaren
  • Hof Icken, 27607 Sievern
    www.hof-icken.de
    Freilandhaltung von Schweinen
  • Restaurant Ollanner Buurhuus im Hotel Altes Land
    www.hotel-altes-land.de/de/Restaurant-Altesland
    “Vergessene Genüsse”, alte Haustierrassen, Obst- und Gemüsesorten überwiegend Öko
  • Restaurant Golsch / Landhaus Ostekrone, 21755 Hechthausen
    http://www.golsch-restaurant.de/
    Fleisch von eigenen freilaufenden Angusrindern

 

Ob Solidarische Landwirtschaft auch bei uns geht? Gibt’s hier einen Bauern, der das machen könnte und würde und genug Abnehmer?
 

14Jun

DOW-Betriebsrat fordert Asbestnutzung bis 2025 – Kein Preis zu hoch?

Link zum Artikel im Stader Tageblatt: “Dow steht ohne Asbest vor dem Aus

Arbeitsplätze — Ein einziges Wort. Wie lange reicht das noch als Begründung? Ist es egal, ob ein Unternehmen Gesundheit von Mensch und Tier und Umwelt nachweislich gefährdet oder schädigt?

Der DOW-Asbest richtet mindestens bei der Gewinnung in Kanada Schaden an. Wegen seiner Gefährlichkeit ist die Nutzung dieses Rohstoffes in Deutschland seit 1993 verboten.
Die Emissionen des von DOW geplanten Kohlekraftwerks werden laut einer Studie von HEAL (die NGO erforscht Auswirkungen des Umweltschutzes auf die Gesundheit der Menschen) im Landkreis Stade Jahr für Jahr 75 Menschen töten und 16.880 Krankheitstage verursachen. Jahrzehnte lang. Und im Vergleich zum zusätzlichen CO2-Ausstoß sind alle Einsparbemühungen in den Kommunen und bei den Bürgern verschwindend gering.

Das Privatunternehmen DOW Chemical ist nicht im Landkreis Stade, um uns Arbeitsplätze zu bringen, sondern um Profite zu machen. Der Weltmarktführer in der Chlorproduktion ist wegen der Salzvorkommen hier und wegen des günstigen Standorts an der Elbe — und wohl auch, weil er hier anscheinend machen kann, was er will. Sämtliche Konkurrenz in Europa musste auf die Chlorproduktion ohne Asbest umstellen. DOW fordert eine weitere Ausnahmegenehmigung bis 2025.

Selbst wenn DOW die bekäme, würde eine kleine Änderung in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, eine Entscheidung in der Zentrale, die zügige Schließung des Werkes zur Folge haben. Tut uns leid, würde es heißen. Nicht nur aber auch für DOW sind die Arbeitsplätze notwendiges Übel (Kosten) und Druckmittel. Kein Raum für soziale Verantwortung.

Die Pläne der Großen Koalition mit der Energiewende kosten zehntausende und verhindern die Schaffung unzähliger neuer zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Wie lange akzeptieren wir Wähler noch Politik und Politiker, die private Taschen füllen helfen und uns dafür mit unserem Leben, unserer Gesundheit, unseren Steuergeldern und nicht zuletzt mit unserer Umwelt bezahlen lassen?

Unter folgenden Bedingungen wäre eine weitere Ausnahmegenehmigung für mich akzeptabel:

  1.  DOW legt einenStufenplan für den Ausstieg aus der Asbestnutzung vor
  2. DOW verzichtet dauerhaft auf die Nutzung von Kohlekraft
13Jun

Bürgerbeteiligung im Landkreis Stade: “Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich”

Link zu Artikeln aus dem Stader Tageblatt vom

Nach einer einjährigen erfolgreichen Testphase beschloss der Kreistag des Landkreises Friesland, LiquidFriesland auf unbestimmte Zeit fortzusetzen. Das internetbasierte Bürgerbeteiligungsprojekt auf der Basis der Software LiquidFeedback gilt nur in den Augen seiner Gegner als gescheitert. Mit ein wenig Recherche stößt man schnell auf den entschiedenen Widerspruch des dortigen Kreissprechers Sönke Klug. Am 22. Juli wird es in Jever ein öffentliches Rededuell zu diesem Thema geben.

Der hiesige Widerstand gegen mehr Bürgerbeteiligung ist schon verwunderlich und der Hinweis darauf, dass man ja an Ausschuss- und Kreistagsitzungen teilnehmen und sich dort äußern könne, wirkt hilflos. Konnte man das nicht schon immer? Warum erfährt man erst im letzten Moment, was Thema ist? Wo ist das Mehr an Bürgerbeteiligung? Angesichts Facebook, Twitter und Co. erscheint der Hinweis auf den „Kummerkasten“ auf der Startseite des Landkreises wie aus einer vergangenen Zeit.

Nicht nur Harsefelder Jugendliche fordern eine Möglichkeit, einfach und ohne großen Aufwand über das Internet in Stadt oder Gemeinde relevante Themen zur Diskussion zu stellen, Argumente für diese oder jene Lösungsmöglichkeit ins Spiel zu bringen, sie gegeneinander abzuwägen und Unterstützer zu suchen. Eine Internetplattform wie LiquidFeedback könnte Politik und Verwaltung zu Meinungsbildern aus der Bevölkerung verhelfen, deren Engagement und KnowHow nutzbar machen und insgesamt zu besseren Entscheidungen für alle führen. Wer hat Angst davor?

Anstatt sich gegen notwendige und zeitgemäße Neuerungen zu wehren: „Watt de Bur nich kennt, dat frett he nich“, sollten Bürger und Entscheidungsträger die Gelegenheit wahrnehmen, sich aus erster Hand über LiquidFriesland zu informieren und von den dortigen Erfahrungen zu profitieren.

Gelegenheit zur Information und Diskussion wird es voraussichtlich schon im Juli in Stade geben.

Viele Grüße
Ralf

 

04Nov

Energiewende retten!

Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!

Demo & Umzingelung am 30. November in Berlin

Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden – dafür demonstrieren wir am 30. November in Berlin. Mit Tausenden Menschen umzingeln wir lautstark das Kanzleramt.

Protestieren Sie mit!

  • 13.00 Uhr Auftaktkundgebung Washingtonplatz am Hauptbahnhof
  • 14.00 Uhr Demo & Umzingelung des Kanzleramts
  • 15.30 Uhr Abschlusskundgebung Washingtonplatz

Energiewende-Demo225

18Sep

In 100 Tagen Energiewende abbrechen und Schulden aufbauen

Zum „100-Tage-Programm“ von Angela Merkel erklärt Jürgen Trittin, Spitzenkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Angela Merkel kündigt an, innerhalb von 100 Tagen über die kalte Progression 24 Milliarden neue Merkel-Schulden für die nächste Legislaturperiode zu produzieren. Merkel macht Steuersenkungen für Besserverdienende auf Pump, während wir 90 Prozent der Steuerzahler entlasten und das mit maßvollen Steuererhöhungen für hohe Einkommen gegenfinanzieren.

Merkel will jedes Jahr ein Loch von sechs bis acht Milliarden Euro in die Rentenkasse reißen, das schon bald mit weiteren Merkel-Schulden gestopft werden muss. Dieses Geld muss später über das Kaputtsparen der Kommunen und des Bildungssystems wieder reingeholt werden.

Merkel kündigt an, innerhalb von 100 Tagen die Energiewende abzubrechen und die deutschen Klimaschutzziele aufzuheben. Darum und um nichts anders geht es am Sonntag. Diese Politik ist abwählbar. 93 Prozent der Deutschen unterstützen den weiteren Ausbau der Ökoenergie. Für sie heißt es Zweitstimme grün.”

Bundesvorstand PM Nr. 109/13

11Apr

Kein weiteres Kohlekraftwerk an der Elbe

Der Argumentation für den Bau des 840 MW-Kohlekraftwerks (KKW) von DOW kann ich nicht folgen. Es heißt, dass KKW sei nötig, um die Energieversorgung des Industriestandorts Stade zu sichern. Das sei in der Bevölkerung akzeptiert. Stimmt das wirklich?

Die meisten Menschen wissen nicht, dass das KKW für den DOW-Eigenbedarf stark überdimensioniert ist.

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by Liza Litsch, pixelio.de

Wenn gebaut werden sollte, ergäbe sich folgende Situation:

400 der 840 MW elektrische Leistung stehen zum Verkauf. Dieser Kohlestrom verstopft das öffentliche Netz für erneuerbare Energien, die eigentlich Einspeisevorrang genießen. Windräder müssen zeitweise abgeschaltet werden, weil ein KKW nicht bedarfsgerecht gesteuert werden kann. Der Verbraucher zahlt doppelt: den nicht eingespeisten Windstrom und den KKW-Strom.

Das KKW stößt jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2 und giftige Metalle wie Quecksilber, Blei und Cadmium aus, die noch im Umkreis von 200km zu Gesundheitsschäden führen, nicht nur im Landkreis Stade. Daran ändert auch „hochmoderne“ Technik nichts. Wer würde heute noch eine Dampflok vermarkten wollen und sei sie technisch noch so ausgefeilt?

Die Stromlücke durch die 8 Atomkraftwerkabschaltungen haben der Zuwachs an erneuerbaren Energien und der Rückgang des Stromverbrauchs bereits im Jahr 2011 vollständig kompensiert. In 2012 exportierte Deutschland so viel Strom wie nie: 23 Milliarden kWh. In 2013 dürften es noch deutlich mehr werden. Denn im ersten Quartal diesen Jahres erreichte der Exportüberschuss bereits die Hälfte des gesamten Vorjahres.

Ein weiteres, unflexibles KKW braucht also weder die hiesige Industrie noch die Bevölkerung. Allein der Kohlemeiler in Hamburg-Moorburg wird Menschen und Umwelt Jahrzehnte lang schwer belasten.
Um den Eigenbedarf zu decken, kann das Kraftwerk deutlich kleiner und für weniger belastende Engergieträger, z.B. Gas, ausgelegt werden.

400 MW überschüssige Energie entsprechen der Leistung von ca. 150 zeitgemäßen Windenergieanlagen (WEA). Wären die WEA Eigentum von Energiegenossenschaften, so könnten Millionen Euro in die Taschen beteiligter Bürger und in deren Kommunen fließen, CO2-frei und umweltfreundlich. Das will die Bevölkerung!

Die Energiewende muss gelenkt werden und nicht behindert. Politiker, die den Bau der „hochmodernen Dampflok“ Kohlekraftwerk befürworten, werden ihrer Verantwortung für die heute lebenden Menschen und für nachfolgende Generationen nicht gerecht. Daran ändern auch hohe DOW-“Spenden” nichts.

Die Bevölkerung lässt sich nicht für dumm verkaufen.

Siehe auch: http://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts1161.html

11Apr

GRÜN bewegt

Der Frühling naht. Viele warme Monate stehen bevor bis zur Bundestagswahl im September. Wer in dieser Zeit mit einem leichten Shirt aus Funktionsfaser zeigen möchte, dass ihn “GRÜN bewegt”, der möge sich melden.

2013.03.19 Die Grünen Niedersachsen T Pure 145738

23Jan

Die Richtung muss stimmen

Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Hauptsache die Richtung stimmt!

Und die stimmt in Buxtehude. Dort wurde gestern der Grundstein für die Genossenschaft BürgerEnergie Buxtehude gelegt. Ich freue mich, dabei zu sein.

Wir packen das mit der dezentralen, am regionalen Bedarf orientierten Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen mit Bürgerbeteiligung und regionaler Wertschöpfung.

Wer geht mit auf die Reise? Wir brauchen 1.000 mal 1.000€. Ist das zu gewagt? Sei dabei!

Herzlichst

Ralf Poppe

21Jan

Danke!

Der Wechsel ist da in Niedersachsen!

Danke für Deine Stimme. Danke für Dein Vertrauen. Wir werden es uns verdienen.

Jetzt geht’s an die Arbeit für den Wechsel im Bund. Für uns bedeutet das: Gute Arbeit für die Menschen in NIedersachsen, in den Kommunen und im Land.

Herzlichst

Ralf Poppe

 

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